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Kurz erklärt · Folge 23 · 1:57

Sag die FARBE, nicht das Wort! Der Stroop-Effekt

Du sollst laut die Farbe sagen, nicht das Wort. Das klingt leicht und ist es nicht. Drei Runden warten auf dich, jede ein bisschen gemeiner als die davor.

In der ersten Runde nennst du nur Farben, in der zweiten stehen Farbwörter in der falschen Farbe und kommen immer schneller, in der dritten steht alles auf dem Kopf. Lesen läuft bei dir ganz von allein: Du siehst ein Wort, und dein Gehirn hat es schon gelesen, bevor du es willst. Die Farbe zu benennen dauert einen Tick länger. Also streiten sich zwei in deinem Kopf um dasselbe Mikrofon, und das Lesen ist schneller. Das nennt man den Stroop-Effekt. John Ridley Stroop hat ihn 1935 beschrieben, seitdem wurde er unzählige Male wiederholt.

Das Wichtigste auf einen Blick

  1. Drei Runden: Erst nur Farben, dann Farbwörter in der falschen Farbe, immer schneller, zum Schluss alles auf dem Kopf.
  2. Lesen kannst du nicht ausschalten: Dein Gehirn liest ein Wort, bevor du es willst.
  3. Stroop-Effekt: 1935 von John Ridley Stroop beschrieben und seither oft bestätigt.
Format
9:16 Hochformat
Länge
1 Minute 57 Sekunden
Stimme
KI-generiert